Alle Artikel mit dem Schlagwort “Marketing

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Beredsames Schweigen

Das Leben ist voller (scheinbarer) Widersprüche – ebenso wie die deutsche Sprache, die uns den Ausdruck des „beredsamen Schweigens“ geschenkt hat: Oft sagen Blicke, Gestik und Mimik im Miteinander mehr als tausend Worte. Denn gemäß dem Grundsatz „man kann nicht nicht kommunizieren“ gibt es auch ohne Sprache jede Menge auf zwischenmenschlicher Ebene zu (miss)verstehen. Oder anders gesagt:

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Marketing ist schmutzig – oder etwa nicht?

Im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos machte mich die Session „Fuck Marketing“ auf dem Literaturcamp Heidelberg. Die These der Session: Marketing bedeute, Scheiße als Gold zu verkaufen und mit Täuschungsabsicht unmündige Konsumenten zum Geldausgeben zu verführen. Dazu ein paar Einwände von mir als Zweidrittel-Marketingprofi und von anderen Menschen, denen diese Denkweise ebenfalls Bauchschmerzen bereitet

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Alles bleibt anders! Die Zukunft der Technischen Redakteure

Zur tekom-Jahrestagung 2014 stellten wir eine Reihe von Thesen auf, die das Ende der Technischen Redaktion, wie wir sie kennen, prophezeien. Wir beleuchten Auswege, wie wir durch eine Neuausrichtung des Berufsbilds aber zuversichtlich sagen können: Es gibt sie doch – eine Zukunft für Technische Redakteure. Hier unser Tagungsbandbeitrag, erweitert um einige Elemente aus den Vortragsfolien.

von Frank Ully und Martin Häberle

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Belgian_draft_horse2.jpg#mediaviewer/File:Belgian_draft_horse2.jpg
Bild: Richard

 

Es war einmal ein Ackergaul. Jeden Tag ging er aufs Feld zur Arbeit und kam erst spät am Abend erschöpft zurück. Aber er war zufrieden, denn seine harte Arbeit trug Früchte und der Bauer war zufrieden.

Eines Tages hörte er aus der Ferne ein Knattern und Rauchen, und bald konnt er sehen, dass es von einem Stahlungetüm kam. Obenauf saß ein Bauer, und er hatte kein Pferd dabei …

Mit der Zeit sah er immer häufiger diese Knatterdingern, und er bekam es mit der Angst zu tun: Sind die nicht gefährlich? Und dann kam der Tag, als der Bauer morgens sagte, das Pferd könne heute im Stall bleiben, und am darauffolgenden Tag wieder. Nach einigen Tagen wurde dem Ackergaul klar, er würde nie wieder einen Pflug ziehen.

Der Ackergaul war traurig. Keiner brauchte ihn. Er hatte gedacht, er sei unersetzbar. Dabei war er doch so ein stolzes Tier, fleißig und treu, brav und zuverlässig, er hatte doch alles getan, was man von ihm verlangt hatte? Was würde bloß aus ihm werden?

Diese kleine Parabel könnte hier zu Ende sein, aber sie geht noch weiter: Der Bauer hatte eine Tochter, und sie ritt das Pferd. Und sie liebte es so sehr, dass schon wenige Jahre später aus dem Bauernhof ein Reiterhof mit vielen Pferden wurde. Der alte Ackergaul war mittendrin. Er war glücklich.

Hintergrund: Laut Hochrechnungen u.a. des Statistischen Bundesamtes war in den 1970er Jahren die Pferdepopulation in Deutschland am niedrigsten, dann setzte ein Boom der Freizeitpferde ein. Heute leben in Deutschland wieder rund 1,2 Millionen Pferde und Ponys. Damit hat sich die Pferdepopulation in den letzten 40 Jahren vervierfacht.

Krisen können also auch Chancen sein.

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